Saisonziel: Klassenerhalt PDF
Geschrieben von: Wochenblatt - Andreas Erb (19.1.2009)   

Die Planungen laufen: Im April startet die Football-Saison der Zweiten Bundesliga Süd. Damit gehen die Kaiserslautern Pikes seit dem furiosen Aufstieg 2008 in ihre zweite Runde in der Bundesliga.

Über den Stand der Mannschaft, die Vorbereitungsphase und die Saisonziele hat sich Pikes-Trainer Sven Gloss mit „Wochenblatt“-Redakteur Andreas Erb unterhalten.

Herr Gloss, die Mannschaft ist vor einigen Wochen in die Vorbereitung gestartet. Wie ist der Stand im Team?

Derzeit befinden wir uns im Hallentraining, dabei geht es schwerpunktmäßig um Kondition und Athletik. Es sieht gut aus, die Mannschaft zieht mit.

Im vergangenen Jahr haben die Pikes den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga Süd geschafft. Wie ist das Leistungsspektrum der Liga in diesem Jahr? Wie stark sind die Mannschaften?

Gloss: Die Liga ist ähnlich stark wie im Vorjahr. Wir haben keinen Aufsteiger: Franken hatte die vergangene Spielrunde deutlich dominiert und konnte somit die Relegation um den Aufstieg in die Erste Liga erreichen, ist jedoch in der Play Off-Runde gegen München gescheitert. Das heißt, Franken wird uns auch in der neuen Saison beschäftigen. Starke und ernst zu nehmende Gegner sind ebenfalls nach wie vor Wiesbaden, Darmstadt und Saarland. Montabaur und Stuttgart sind in der vergangenen Runde abgestiegen. Mit Holzgerlingen und der Traditionsmannschaft aus Hanau rücken zwei ambitionierte Teams nach. Die anstehende Saison wird für die Pikes also heftig…

Das Saisonziel ist also der Klassenerhalt?

In jedem Fall. Alles andere wäre vermessen. Dabei muss man auf die vergangenen fünf Jahre Zweite Bundesliga blicken: In der Regel ist der Zweitligaaufsteiger im zweiten Jahr wieder in die Regionalliga abgestiegen, Beispiel Montabaur.

Das heißt, für die Pikes wird das zweite Jahr in der Zweiten Football-Bundesliga ein Jahr der Richtungsbestimmung?

So ist es. Wir dürfen uns nach dem Klassenerhalt nicht zurücklehnen. Jetzt geht es erst richtig los…

Dabei beantwortet sich in der kommenden Saison auch die Frage, ob die Pikes langfristig zweitligatauglich sind?

Nur bedingt. Grundsätzlich halte ich die Pikes langfristig für zweitligatauglich. Der Kaiserslauterer Football hat eine im Bundesvergleich sehr große und vitale Anhängerschaft. Das Engagement und die Akzeptanz in der Stadt für die Pikes sind sehr groß. Dies bedeutet ein wichtiges Fundament, auf dem man langfristig aufbauen kann. Allerdings wird die kommende Saison zeigen, ob wir sportliche bereits soweit sind, konstant auf nationalem Zweitliganiveau spielen zu können oder ob wir nicht doch noch ein, zwei Jahre brauchen, um den Verein noch breiter aufzustellen. Dazu haben wir in der Mannschaft Abgänge zu verzeichnen, die nicht leicht zu kompensieren sind.

Welche Herausforderungen bestehen vor Saisonauftakt? Wie muss sich die Mannschaft entwickeln?

Zunächst müssen wir die athletischen Grundlagen legen. Das tun wir derzeit im Hallentraining. Ab März trainieren wir im Freien, dann arbeiten wir an sportartspezifischen Fähigkeiten. Gerade unsere jungen und neuen Spieler brauchen Spielpraxis im Team. Um in den Rhythmus zu kommen, planen wir drei bis fünf Trainingsspiele. Dazu kommen taktische Verbesserungen gegenüber unserem Auftritt im vergangenen Jahr. Über die Wintermonate haben wir die vergangene Saison analysiert, um herauszufinden, an welchen Stellen wir uns verbessern müssen.

Im Vorfeld der vergangenen Saison sind einige Testspiele geplatzt, die fehlende Spielpraxis machte sich beim Saisonstart bemerkbar. Ein Schwerpunkt der Vorbereitung liegt in diesem Jahr auf dem Aspekt Spielpraxis?

Das ist ein klarer Schwerpunkt. Natürlich spielt dabei auch das Wetter eine Rolle. Doch die Vorbereitung läuft insgesamt gut an. In Sachen Spielpraxis sind Testspiele und Begegnungen mit Mannschaften geplant, die sich auf vergleichbarem Niveau wie wir bewegen oder besser sind.

 

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