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Die Jugendmannschaft der Kaiserslautern Pikes startet 2010 mit einem neuen Trainer für den Angriff in ihre zweite Bundesliga-Saison.
In der Offense und beim Athletiktraining schwingt seit Beginn der Vorbereitung Andreas Schaaf das Zepter. Er möchte mit dem Team den Vorjahreserfolg wiederholen, als die Pikes das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft erreichten.
Schaaf ist kein Unbekannter bei den Pikes...
Von 2005 bis 2007 trainierte er die Herrenmannschaft und führte sie von der American-Football-Oberliga an die Spitze der Regionalliga. Für sein erneutes Engagement bei den Hechten hat er sich ehrgeizige Ziele gesteckt: „Das Minimum ist die gleiche Platzierung wie im letzten Jahr." Im ersten Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit sind die Lauterer Junioren ins DM-Halbfinale vorgedrungen. Erst nach einer 31:46-Heimniederlage gegen Köln war Schluss. Zuvor hatten die Pikes mit einem hoch dramatischen 21:20-Sieg in Hamburg gegen die Young Huskies in letzter Sekunde das Halbfinalticket gelöst. Die Pikes seien nun kein unbeschriebenes Blatt mehr im deutschen Jugend-Football, schätzt Schaaf. Und er weiß: „Das macht das Ganze natürlich nicht einfacher."
Hinzu kommt, dass die Mannschaft einige Leistungsträger an die Herren verloren hat. „Momentan fehlen uns noch die Leitwölfe", schildert Schaaf erste Eindrücke vom Team. Diese sollten sich allerdings in den Vorbereitungsspielen gegen etablierte Bundesligisten wie Düsseldorf und Langenfeld herauskristallisieren. „Es ist eine Mannschaft mit vielen athletischen Spielern. Die Stimmung und die Trainingsbeteiligung sind gut", sieht Schaaf viele positive Ansätze im Vorbereitungstraining.
Dass die Mannschaft dieses Jahr ohne nominellen Cheftrainer ins Rennen geht, stellt für Dietmar Groß kein Problem dar. Er ist Sportdirektor der Pikes und als Jugendtrainer für die Verteidigung zuständig. Er teilt sich die Aufgaben im Training mit Schaaf. „Die Zusammenarbeit mit mir und Andreas läuft sehr gut", beschreibt Groß die ersten Erfahrungen: „Er bringt einen großen Erfahrungsschatz mit und verfeinert zur Zeit vor allem die technischen Grundlagen der Spieler, die in der Vergangenheit gelegt wurden."
Langfristig will Schaaf die Pikes-Jugend unter den Top-Vier in Deutschland etablieren. „Dafür müssen wir natürlich ständig etwas verbessern", sagt der gebürtige Lauterer und sieht viel Arbeit auf sich und den Verein zukommen. Vor allem der Unterbau müsse verstärkt werden, um Spieler in den Bundesliga-Kader zu bekommen, die bereits Football-Erfahrung haben. Der Verein brauche eine B-Jugend und müsse den Flagfootballbereich ausbauen, also die kontaktlose Variante für die ganz Jungen. Schaaf orientiert sich am erfolgreichen Jugendprogramm in Düsseldorf: „Die leisten seit Jahren hervorragende Arbeit." Es komme nicht von ungefähr, dass mit Sebastian Vollmer der erste Deutsche in der US-Profiliga NFL aus Düsseldorf stammt.
In der Jugendarbeit fühlt sich Schaaf derweil richtig wohl. „Junge Spieler lernen viel schneller und viel effektiver als Erwachsene", schildert der Trainer seine Erfahrungen. „Die Jungs sind sehr wissbegierig und fragen viel." Das habe er bei allen Jugendmannschaften festgestellt, die er bisher trainiert hat. „In der Jugend werden die Grundlagen dafür gelegt, dass die Jungs später mal gute GFL-Spieler werden", ist er überzeugt. Deshalb lege er nicht nur viel Wert auf die sportspezifische Ausbildung, sondern auch auf die Schulung der Athletik, vor allem in der Vorbereitung auf die Saison. „Da kommt mir meine Ausbildung als Sport-Physiotherapeut zugute", glaubt Schaaf.
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