Tabellenführer erneut eine Nummer zu groß PDF
Geschrieben von: Die Rheinpfalz - Moritz Kircher   

Nachdem die Kaiserslautern Pikes vor drei Wochen im Heimspiel der zweiten American-Football Bundesliga (GFL2) gegen die Franken Knights mit 6:42 unterlegen waren, war auch am Samstag für die Lauterer kein Kraut gegen den Tabellenführer gewachsen. 0:49 lautete der Endstand aus Sicht der Pikes beim Spiel in Rothenburg ob der Tauber.

Doch schon ein Blick auf den Kader der Lauterer verriet, dass die Pikes nicht in erster Linie auf eine Sensation hofften. ...

 

Pikes-Cheftrainer Sven Gloss nutzte das Spiel, um den Nachwuchskräften in seiner Mannschaft für die kommenden Aufgaben im Kampf um den Klassenerhalt die nötige Spielpraxis zu verschaffen. Gleich reihenweise wurden angeschlagene Leistungsträger wie zum Beispiel Jamaal Jonas (Safety), Philip Rinaldo (Linebacker), Brian Tuck (Runningback) oder Pascal Koch (Wide Receiver) geschont.

 

Und trotzdem liefen die Hechte in Rothenburg mit einem 39 Mann starken Kader auf. „Die Stimmung im Team ist gut. Alle ziehen mit“, beschreibt Gloss auch nach der Niederlage gegen den haushohen Favoriten eine positive Gemütslage seiner Mannschaft.

Ohne dass die Pikes das Spiel herschenken wollten, zeigte sich gleich im ersten Spielzug, wer in der Begegnung das Sagen haben sollte. Die Gastgeber hatten die Platzwahl gewonnen und sich für Ballbesitz entschieden. Nachdem die Pikes den Kickoff-Return der Knights früh gestoppt hatten, folgte ein Laufspielzug über 65 Yards der Rothenburg die 7:0-Führung brachte. Im Gegenzug kamen die Lauterer Footballer ihrerseits nahe an die Endzone, versäumten es jedoch, daraus Kapital zu schlagen. Zum Ende des ersten Viertels lagen die Pikes dann bereits mit 0:20 im Hintertreffen (Pausenstand 0:26).

Nach der Halbzeitpause nahm Gloss auch seinen Spielmacher Denis Rohleder vom Feld. Die Quarterback-Position teilten sich fortan Dominik Ruby und Kai Scheibe. Beide hatten die ein oder andere gute Aktion und brachten Pässe an den Mann. Teilweise merkte man ihnen allerdings noch eine gewisse Nervosität an.

„0:49 hört sich natürlich vernichtend an. Es ist schade, dass wir gar keine Punkte gemacht haben“, kommentierte Gloss die Niederlage. „Das Ergebnis war aber zweitrangig. Alle haben heute Spielpraxis gesammelt“, sagte der Coach mit Blick auf die kommenden Aufgaben. Am Samstag (15.30 Uhr) treffen die Pikes zu Hause auf das Tabellenschlusslicht Hanau Hornets. Eine Woche später steht die Partie in Holzgerlingen auf dem Programm. In diesen beiden Spielen müssen die Pikes punkten, um sich eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt in der GFL2 zu sichern.

 

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